Kopf ab

Gestern war dann der große Tag… nachdem die Kleinen nun super angegangen sind, vereinzelt wurden und alleine wachsen war es nun an der Zeit sie zu “pinzieren“.

Das ist wichtig um ihr weiteres Wachstum zu steuern. Steuern ist hier ein Euphemismus da es eher eine Nötigung als eine Steuerung ist. Man schneidet der Pflanze quasi den Kopf ab und zwingt sie so neue Köpfe wachsen zu lassen. Ein wenig wie in der Mythologie. Ergebnis ist auf jeden Fall aber das die Pflanze “buschiger” wird und somit mehr Fruchtstände entwickeln kann.

Grund für dieses Verhalten ist aber, zum Glück, nicht das bösartige Wesen der Pflanze sondern das Meristem das die Pflanze steuert. Und das Programm sieht hier das Weiterleben und nicht den Tod als Lösung vor. Und das bedeutet kausal eine vermehrte Erzeugung von Seitentrieben.

Chili in KW 15Chili in KW 15

Ich hoffe die Kleinen nehmen es mir nicht krumm… ohne Kopf ist schon blöd. Aber sie bekommen statt dessen Neue.

My name is doctor greenthumb

Es ist mal wieder Zeit für ein Update von der Fensterbank:

Chili in KW13
Chili in KW13

Ihr seht, den Kleinen geht es soweit gut und sie machen große Fortschritte. Sie werden täglich gedreht, natürlich immer gleichmäßig und akribisch ausgerichtet. Ich hoffe das ihnen dabei nicht schwindlig wird.

Das “Unkraut” das sich mittlerweile in einigen Bechern sammelt wird übrigens nicht entfernt. “Integrierter Landbau” ist das Stichwort dazu. Außerdem trocknet der Boden im Falle extremer Sonneneinstrahlung weniger aus. Und das kann im Sommer in einem Büro mit Südlage schnell zum Problem werden wenn am Wochenende keiner Wasser nachfüllen kann.

Und da man mir auf der Arbeit einen grünen Daumen nachsagt hänge ich noch ein Video aus meiner Jugend an das sich mit dem Thema befasst:

httpv://www.youtube.com/watch?v=JeR9oUsBGs4

Jetzt sind sie alleine

Das Wetter ist gut und die letzten drei Wochen wurden gut zum Wachsen genutzt. Jetzt heißt es

raus aus der Kinderstube und rein in die Welt

Das Umtopfen steht an und die Vorbereitungen laufen auf hochtouren. Schnell noch ein paar Adäquate Pflanzgefäße besorgt und den Arbeitsplatz hergerichtet. Erde und Pflanzbesteck liegen bereit und die OP kann beginnen.

Chili in KW11 Vorbereitung
Chili in KW11 Vorbereitung

Hier ist gut mein Schreibtisch mit einer Unterlage zu sehen. Die Kleinen warten in ihrer Zuchtbox auf den großen Moment.

Chili in KW11 Zwischendurch
Chili in KW11 Zwischendurch

Dies ist eine Momentaufnahme zwischendurch. Der eigentliche Vorgang dauerte nur wenige Minuten, wollte aber gut vorbereitet sein. Das Umtopfen bedeutete das man die künftigen Gefäße mit Erde füllt und ein paar mal fest aufstößt damit sich die Erde setzen kann. Wenn der Boden zu locker ist können die kleinen leicht umfallen.

Chili in KW11 Umgetopft
Chili in KW11 Umgetopft

Hier ist jetzt schon alles erledigt. Man kann auch deutlich die gehobelten Späne erkennen die bei der Arbeit anfallen. Wichtig zu erwähen ist die Tatsahce das man die Pflanzen zu begin vorsichtig “angießen” muss da der Boden trotz des Aufstoßens noch recht locker ist. Das gbt sich aber mit jedmem Schluck Wasser und der zugehörigen Sedimentation.

Zum Abschluss noch mal ein kleines Stillleben nach der Arbeit. Das Bild zeigt den künftigen Platz auf der Fensterbank. Bitte die akkurate Ausrichtung der Gefäße beachten. Zen lässt grüßen 🙂

Chili in KW11 Stilleben
Chili in KW11 Stilleben

Warum das ganze

Erstmal der aktuelle Status des ganzen:

Chili in KW8
Chili in KW8

Nun zur Beantwortung der oben aufgeworfenen Frage: Warum das ganze?

Die Antwort ist recht simpel: Weil es Spaß macht! Ich empfinde es als “erfrischend” auf der Arbeit zu sein und etwas “schaffendes” zu tun. Schaffend in im Wortsinn von erschaffen. Etwas Neues zu bilden. Etwas von dem man am Ende sehen kann was die Arbeit gebracht hat. Und der Chili eignet sich in hervorragender Weise da er schön aussieht und ausreichend robust ist.

Nur um das klar zu stellen: ich arbeite auch produktiv und es kommt ein Produkt zu Stande. Nur ist es nicht so schön greifbar wie eine Chilifrucht am Ende des Jahres. Auch die Zwischenschritte sind als Erfolg sichtbar. Wenn man zum Beispiel morgens ins Büro kommt und sich die ersten Knospen geöffnet haben oder das erste rot auf den Früchten erscheint.

Das ist an jedem Tag etwas Neues und man ist direkt damit verbunden.

Nebenbei kann man noch andere Aspekte erwähnen die eine Affinität zu meinem Chili haben:

  • Guerilla Gardening
    Es ist ja schon etwas anderes ob man eine beliebige Grünpflanze eines großen Möbelherstellers pflegt oder eine besondere Pflanze wie den Chili. Sibirischen wohlgemerkt. Vielleicht ist er auch deshalb so robust. Und da mich alle Kollegen ansprechen was ich da pflanze bekommt es schon den touch „guerila“. Ein wenig subversiv und definitiv ungewöhnlich ist er, der Chili-Anbau im Büro.
  • SlowFood
    Die Idee hinter Slow Food ist nicht einfach zu beschreiben. Einer seiner Aspekte ist aber unter anderem: kenne deine Nahrung und ehre sie entsprechend. Eine Ehrbezeugung kann zum Beispiel die pedantisch akribische Pflege sein. Fast hin bis zu einer zenartigen meditativen Handlung.

Nach all den guten Gründen bleibt immer noch der Spaß und die Freude die einen antreibt. Mal schauen was noch draus wird.

Endlich wieder Sommer

Ja, es ist sicherlich noch etwas früh. Aber für mich beginnt bald der Sommer 🙂

Sommer ist für mich nämlich wenn es so warm ist das der Chili wächst. Letzte Woche habe ich mit der Aussaat begonnen. Natürlich drinnen:

Chiliaussaat in KW 6
Chiliaussaat in KW 6

Dies ist ein intimer Blick auf meinen Schreibtisch. Die Dose diente bisher als Behältnis für Dominosteine. Da die aber “ratz fatz” weg waren habe ich die Entscheidung getroffen hierin die Anzucht zu wagen.

Heute, eine Woche später, sieht es dann schon so aus:

Chiliaussaat in KW7
Chiliaussaat in KW7

Sieben Samen haben es schon geschafft den Weg ans Licht zu finden, weitere werden folgen. Noch sind sie recht klein (ca. 1-2cm hoch) aber das wird sich schnell ändern.

Vor allem weil sie jetzt auf die Fensterbank im Büro dürfen. Ich sage nur: Südlage.

Ich werde in Zukunft dann regelmäßig berichten. Separieren, pikieren… unsere Fensterbank ist zum Glück groß genug 😉

Der Klima-Lügendetektor

Schon seit geraumer Zeit bin ich Leser des “Klima-Lügendetektor“.

Auf dieser Seite sind sehr schön Aufbereitet die ganzen, von der Werbeindustrie pragmatisch benutzten, Lügen über die Umweltfreundlichkeit der Produkte aufgeführt. Zum Beispiel wie grün, blau… sich unsere Automobilindustrie Verhält. Wie weit es mit dem “Ökostrom” von RWE ist und warum Kohlekraftwerke gar nicht schlecht sind. Stichwort CCS (Erklärung in Wikipedia).

Diesen Link poste ich aus einem guten Grund:

Es ist wichtig die Schlüsselwörter der Industrie zu erkennen unter denen sie uns den alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen will. Ich persönlich horche immer auf wenn von grün, blau, nachhaltig etc. die Rede ist und beginne sofort zu hinterfragen wo denn der Vorteil liegt bzw. ob es einen gibt und warum jetzt.

Diese Seite beleuchtet die Hindergründe sehr detailliert und deckt auf das nicht alles so ist wie es in der Werbung schient. Wobei der mündige Bürger sich das schon fast gedacht hat 😉

happy harvest

Fröhliche Ernte wünsche ich…

Folgenden Artikel habe ich heute Morgen im Netz gefunden:

Ein Handy, das sich selbst auflädt

Hier geht es um die interessante Idee Energie zurückzugewinnen um elektrische Geräte zu betreiben. Der Artikel beschreibt Aussagen des NOKIA Research Center in Cambridge das sich nach eigenen Angaben unter anderem mit "Enhanced energy and power capacity in mobile devices" beschäftigt. Und zwar hier jetzt der Versuch der Energierückgewinnung aus dem uns alle umgebenden Elektro-Smog.

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