Malstrom beta ist da

Ende letzten Jahres berichtete ich ja schon davon: Projekt Maelstrom

Jetzt ist die beta draußen, leider nur für den PC. Da wird es noch etwas dauern bis die kritische Masse der User erreicht ist die content liefern. Im Moment ist das eh noch etwas hakelig Seiten bereit zu stellen. Ich würde es ja tun… aber da fehlt einem dann der mobile Client da ich keine “echten Rechner” mehr besitze.

Aber soweit ich das testen konnte funktioniert es gut. Cool ist das es scheinbar nur eine Chromium-Erweiterung ist die man braucht um am Mahlstrom mitzumachen. Im Moment wird der Chromium noch mitverteilt aber ich denke das wird sich dann auch bald erledigen. Der Eindruck das das so sein könnte verstärkt sich wenn man merkt das man auch parallel torrentseiten und Internetseiten laden kann. Das ist schon cool.
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Disruption

Ich beobachte ja schon lange Zeit die Tendenz im Internet “unabhängige” Netze zu schaffen.

Ein Beispiel ist so zum Beispiel “Firechat“. Dies ermöglicht den Aufbau von Netzen ohne klassische ISP etc. Nicht mal eine SIM-Karte ist in einem Handy notwendig. Und: wenn es keinen ISP gibt kann man den auch nicht abschalten. So erging es dann auch der chinesischen Regierung in Hong Kong. “Dann schalten wir einfach das Netz ab”… das war das bisherige Lösungspattern um Demonstranten auszubremsen in dem man ihre Kommunikation untereinander unterbindet. Nicht jedoch wenn man kein ISP-Netz braucht um eine Kommunikation untereinander aufrecht zu erhalten. Continue reading “Disruption”

Zwei Seiten der Medaille

Gutes setzt sich durch. Das ist leider in jeder Hinsicht so. Zum Beispiel verwendet die Gruppe der IS das System diaspora* für dessen interne Organisation.

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Nur kurz zur Erinnerung: diaspora* hat sich zur Aufgabe gemacht ein dezentrales “facebook” zu entwickeln bei dem es keine zentrale Administration gibt. Dies entstand aus dem Streben nach einem datenschutzkonformen sozial Netz. Wenn man nicht mehr dabei sein mag kann man seinen Account löschen und gut ist es. Auch die lokalen Zentralen (sogenannte pods) kann jeder nach gusto auf einem Server einrichten. Es handelt sich also um ein föderales system bei dem man von einem Land (pod)in ein anderes reisen kann. Theoretisch bekommt das keiner mit 😉

Genau das hat sich IS jetzt auch eingerichtet. Ist ja auch keine Überraschung. Das System ist gut. Ich denke die Anforderung zur dezentralen organistaion einer Terrorzelle werden voll erfüllt. Schließlich sind die ja auch stark dezentral organisiert.

Aber kann man nun der Idee den Datenschutz zu verbessern vorwerfen das wir die Organisation der IS in der westlichen Welt nicht einhalt gebieten können? Ist es besser die Daten zu liefern damit facebook Geschäfte machen kann als das auf dem Trittbrett des Datenschutz auch Terroristen mitfahren? Oder ist es nicht eigentlich sogar selten naiv anzunehmen das es nicht noch mehr Intelligente Menschen gibt?

Ich habe mich schon zum 11.9. gefragt wie man so naiv sein kann das man glaubt die Zellen im Internet finden zu können? Wenn man es richtig anstellt ist mit PGP und Truecrypt schon sehr vieles möglich. Verschlüsselung und Verschleierung von Informationen sind das credo. diaspora* ist da nur der Anfang. Torrentsync ist ein weiterer Baustein.

Kein Server

Hierauf basierend gibt es noch weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel ein Internet unter dem Internet in dem ganze Webseiten geshared werden.

Ich bin gespannt wie lange es dauern wird bis es torrentsync nicht mehr gibt. Auch PGP und Truecrypt ist schlimmes widerfahren als die Regierungen erkannt haben das man nichts mehr finden kann was direkt durch einen Suchquery findbar ist. Wo führt das hin? Zu einem analogen System so wie es früher war. Mit Post und geheimen Treffen im Café. Das ist dann wie früher. Was dann kommt? Schaut in die Bücher… Rasterfahndung und klassische Polizeiarbeit. Auf und ab. Im Moment erleben wir die “ins nezt”-Phase. Bald dann wieder zurück “raus aus dem Netz”.

Ich bin gespannt wann die Zeiten sich treffen.

Layer Theorie

Wow, was passiert da gerade? Vielleicht ein neues “Internet“?

Worum geht es?

Eine neue/alle Technologie erlebt gerade ihren Durchbruch. Angetrieben von einzelnen Bestrebungen den Datenschutz des einzelnen zu sichern entstehen gerade neue Applikationen die auf einem anderen Protokoll basieren. Vor allem ein Protokoll da bisher aufgrund seiner Herkunft unterschätzt wurde: P2P

Dieses Protokoll ermöglicht es Daten ohne einen Server auszutauschen. Was bisher böse war, da man im Bereich der Raubkopie keine Server dicht machen konnte, ermöglicht nun neue Arten zu kommunizieren.

Beispiele hierfür sind zum Beispiel

Bei all diesen Diensten ist eines gemeinsam: sie benötigen keine Infrastruktur und keinen Provider des Dienstes. Gerade dieser Aspekt ist es, der die Verbreitung so schwer macht. Es stehen meist keine monetären Interessen dahinter sondern Idealismus. Und dehn muss man teilen um in zu sehen.

Was ist da jetzt so toll dran?

Es ist unerheblich das es einen Server in der Kommunikation gibt. Soll heißen es können sich Netzwerke bilden ohne das diese einen Angriffsvektor “Server kontrollieren” besitzen. Wenn zum Beispiel eine Website über ein Thema berichtet das man später vielleicht lieber verschwiegen hätte kann man das nicht mehr unterbinden sobald sie im Netz war. Sie hat sich automatisch verteilt durch jeden der sie sich angesehen hat. Eine Zensur ist somit nicht mehr durch das Abschalten der Server möglich. Das geht nur noch in dem man den untersten Layer abschaltet (das Internet selbst) und das ist schwer da man sich, im Bereich von Ländern zum Beispiel, einen immensen wirtschaftlichen Schaden ins Haus holt

Daher kommt der Titel

Diese Art der Datenverbreitung ist ein alternativer Layer auf dem Internet das in der Lage ist grundsätzliche Funktionen des Internet zu übernehmen. Hier vor allem das entnehmen von Knoten bei gleichzeitiger Funktionsfähigkeit des Netzes. Sicher wird es auch ein Mittel dagegen geben. Aber erstmal ist die Idee des Internet als verteiltes und widerstandsfähiges Netz wiederhergestellt.

Umziehen für den Auszug

Wie schon gesagt werden ein paar der Pflanzen auf den Lerchenberg ziehen. Hierfür muss man sich aber entsprechend rüsten. Um den Umzug möglichst reibungslos zu gestalten werden die Pflänzchen in ein direkt  pflanzbares Transportgefäß umziehen.

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Exodus

Der Exodus ist ja eigentlich negativ konotiert. Üblicherweise bezeichnet er dann den Auszug der Juden aus Ägypten. Die ganze Story steht im dicken Buch …

Hier ist allerdings der Auszug aus dem Nest gemeint und der ist durchweg positiv.

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Zwei Pflänzchen wachsen jetzt in Bad Nauheim weiter. Ein paar werden auf den Lerchenberg umziehen. Drei Stück werden hier in der DB Systel bleiben und dort bist zum Ende wachsen.

Wer also noch Bedarf hat kann sich gerne an mich wenden. Es sind noch Pflanzen frei.

Woher wird die Nummer kommen

Ich kann freudig sagen: ich habe es gewusst 🙂

Leider muss sich auch sagen: ich konnte es nicht verhindern 🙁

Aber nun mal langsam, wovon rede ich denn überhaupt? Dieser Artikel geht um die eingeführte „Steueridentifikationsnummer“. Und in diesem Zusammenhang um die immer mitschwingende Idee aus Orwells 1984 über die Kontrolle der Menschheit.

Die Essenz des Buches, außerhalb der Möglichkeiten die das System am Ende bietet, ist das alles erst möglich wurde durch die etablierte Verwertbarkeit eines Individuums in einer Maschine. Soll heißen:

Will ein System eine Auswirkung auf Menschen haben braucht es zu deren Steuerung Informationen über die Person. Umgangssprachlich kann man hier von einer Adresse sprechen. Jeder Computer braucht eine Adresse um eine Variable anzusprechen. Die Transponierung dieser Vorstellung bedeutet das in der Zwischenschicht eine Datenbank eingeführt werden muss die die Individuen eindeutig adressierbar macht.

Die ersten Gedanken hierzu macht eich mir als im Oktober 2007 der Brief mit meiner Steuernummer kam. Und natürlich auch gleich der für meine Frau und meinen 0-jährigen Sohn gleich dazu. Nachdem ich mir die entsprechenden Gedanken gemacht habe erhob ich also Einspruch gegen die Zuteilung einer einheitlichen Nummer. Klar, meine Frau und mein Sohn gleich mit 😉 Vermutlich haben wir seitdem einen Vermerk neben unserer Nummer stehen „renitent, kritischer Charakter“.

Dann kam der Zensus 2011. Auch da hatte ich Bauchschmerzen. Schließlich war bekannt das man ja nur einen Teil der Informationen tatsächlich erheben wird und der Rest der notwendigen Informationen aus existierenden Datenbanken gewonnen werden kann. Dies legt dann auch den den Schluss nahe das es sich hier um eine Erhebung von Korrelationsinformationen handelt. Also Informationen um sicherzustellen wie die Personen aus Melderegister „a“ zu denen aus Register b passen. Wenn dies gelänge könnte man ein sehr umfassendes Bild über einzelne Personen zusammensetzen. Das es noch nicht so weit ist zeigte ein kürzlich durchgeführter Antragsamarathon bei dem Dokumente von verschiedenen Ämtern an die beantragende Stelle eingereicht werden mussten. Habe ich mich gefreut 🙂 Es war zwar langsamer und aufwändiger aber immerhin kein BigBrother.

Aber jetzt kommt es dick:

Die Ausbreitung der Steuer-ID nimmt zu!

Ursprünglich gedacht um … tja, für was eigentlich. Ist auch eigentlich egal da der Schaden zu beurteilen ist. Die ID wurde von Anfang als Unique angelegt. Das heißt sie ist einzigartig und kommt immer nur einmal vor. Das kann dann also der Schlüssel sein den man immer angeben muss wenn man etwas tut und über den die oben bereits erwähnte Korrelation unnötig wird. Das Individuum identifiziert sich selbst über seine Steuer-ID.

Dies bemängelt nun auch der BDA (Bundesdatenzutzbeauftragter) Peter Schaar.

Das wird eine reiche Ernte

Sie wachsen weiter. Vor zwei Wochen habe ich sie dann mal auseinander gesetzt. Das macht es später leichter wenn ich sie verteilen werde. Dann sind die Wurzeln nicht so starkt miteinander verflochten und zerreisen nicht wenn man sie trennt.

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Ich denke in zwei Wochen kann ich sie dann verteilen. Vorbestellt sind bereits zwei Stück für Johannes. Wer welche will kann dann gerne vorbeikommen. Bitte geeignetes Transportgefäß mitbringen 😉