Woher wird die Nummer kommen

Ich kann freudig sagen: ich habe es gewusst ­čÖé

Leider muss sich auch sagen: ich konnte es nicht verhindern ­čÖü

Aber nun mal langsam, wovon rede ich denn ├╝berhaupt? Dieser Artikel geht um die eingef├╝hrte ÔÇ×SteueridentifikationsnummerÔÇť. Und in diesem Zusammenhang um die immer mitschwingende Idee aus Orwells 1984 ├╝ber die Kontrolle der Menschheit.

Die Essenz des Buches, au├čerhalb der M├Âglichkeiten die das System am Ende bietet, ist das alles erst m├Âglich wurde durch die etablierte Verwertbarkeit eines Individuums in einer Maschine. Soll hei├čen:

Will ein System eine Auswirkung auf Menschen haben braucht es zu deren Steuerung Informationen ├╝ber die Person. Umgangssprachlich kann man hier von einer Adresse sprechen. Jeder Computer braucht eine Adresse um eine Variable anzusprechen. Die Transponierung dieser Vorstellung bedeutet das in der Zwischenschicht eine Datenbank eingef├╝hrt werden muss die die Individuen eindeutig adressierbar macht.

Die ersten Gedanken hierzu macht eich mir als im Oktober 2007 der Brief mit meiner Steuernummer kam. Und nat├╝rlich auch gleich der f├╝r meine Frau und meinen 0-j├Ąhrigen Sohn gleich dazu. Nachdem ich mir die entsprechenden Gedanken gemacht habe erhob ich also Einspruch gegen die Zuteilung einer einheitlichen Nummer. Klar, meine Frau und mein Sohn gleich mit ­čśë Vermutlich haben wir seitdem einen Vermerk neben unserer Nummer stehen ÔÇ×renitent, kritischer CharakterÔÇť.

Dann kam der Zensus 2011. Auch da hatte ich Bauchschmerzen. Schlie├člich war bekannt das man ja nur einen Teil der Informationen tats├Ąchlich erheben wird und der Rest der notwendigen Informationen aus existierenden Datenbanken gewonnen werden kann. Dies legt dann auch den den Schluss nahe das es sich hier um eine Erhebung von Korrelationsinformationen handelt. Also Informationen um sicherzustellen wie die Personen aus Melderegister ÔÇ×aÔÇť zu denen aus Register b passen. Wenn dies gel├Ąnge k├Ânnte man ein sehr umfassendes Bild ├╝ber einzelne Personen zusammensetzen. Das es noch nicht so weit ist zeigte ein k├╝rzlich durchgef├╝hrter Antragsamarathon bei dem Dokumente von verschiedenen ├ämtern an die beantragende Stelle eingereicht werden mussten. Habe ich mich gefreut ­čÖé Es war zwar langsamer und aufw├Ąndiger aber immerhin kein BigBrother.

Aber jetzt kommt es dick:

Die Ausbreitung der Steuer-ID nimmt zu!

Urspr├╝nglich gedacht um ÔÇŽ tja, f├╝r was eigentlich. Ist auch eigentlich egal da der Schaden zu beurteilen ist. Die ID wurde von Anfang als Unique angelegt. Das hei├čt sie ist einzigartig und kommt immer nur einmal vor. Das kann dann also der Schl├╝ssel sein den man immer angeben muss wenn man etwas tut und ├╝ber den die oben bereits erw├Ąhnte Korrelation unn├Âtig wird. Das Individuum identifiziert sich selbst ├╝ber seine Steuer-ID.

Dies bem├Ąngelt nun auch der BDA (Bundesdatenzutzbeauftragter) Peter Schaar.

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